Umgang mit Belastung

Ein Team (wieder) gut ins Arbeiten bringen

Wenn Teams neu zusammengestellt werden, sich durch Personal- oder Führungswechsel verändern, sich in Unterteams trennen oder mit anderen Teams fusionieren (müssen), gilt es die Basis für Teamarbeit (wieder) herzustellen – also neue gemeinsame Ziele zu definieren, Kommunikationsstrukturen neu aufzustellen und die Aufgaben und internen Zuständigkeiten zu klären.

(Übung nach: Gellert/Nowak, Teamarbeit-Teamentwicklung-Teamberatung. Limmer Verlag 2010)

Für die Zuständigkeitsklärung kann eine Übung gewählt werden, in der jede Person zuerst für sich alleine formuliert, wofür sie sich zuständig fühlt und das auf Moderationskarten schreibt. Dann schreibt jede Person auf, wofür sie sich mit-zuständig fühlt (also wo es Bereiche gibt, die gemeinsam bearbeitet werden), zuletzt formuliert jede und jeder, wofür er/sie sich nicht zuständig fühlen (aber ahnt, dass ihm/ihr die Zuständigkeit zugeschrieben wird).

Die Karten aller Teammitglieder werden dann auf einem Tisch mit verschiedenen Sektoren (alleinige Zuständigkeit / geteilte Zuständigkeit / offene Zuständigkeit) sichtbar gemacht und vorgestellt. Zu jeder Aufgabe werden Verständnisfragen gestellt und die Sichtweise der anderen Teammitglieder wird abgefragt.

So ergeben sich einerseits geklärte Zuständigkeiten, andererseits werden alle Bereiche deutlich, in denen es Klärungsbedarf gibt oder für die sich niemand zuständig fühlt.

Im Rahmen eines solchen Workshops können auch konfliktreiche und spannungsgeladene Klärungsprozesse begleitet werden. Idealerweise werden gemeinsam Lösungen gefunden, als Minimalkonsens werden Vereinbarungen dazu getroffen, wie es in Bezug auf offene Punkte zu Entscheidungen kommen kann.

Immer wieder gelingt es im Rahmen dieser Übung auch, Prioritäten zu setzen und andere Aufgaben als wenig relevant zu erkennen (und damit auch auszulassen).

Es wird auch tieferes Verständnis für die Aufgabenbereiche von Kollegen_innen entwickelt.